Zahlt die Lebensversicherung bei Selbstmord?

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Eine Lebensversicherung wird in der Regel abgeschlossen, damit zu späterer Zeit, meist zu Beginn der Rente, der eingezahlte Betrag plus Bonus ausgezahlt wird. Dies ist die häufigste Lebensversicherung die nachgefragt wird. Das Thema “Selbstmord” hat nach wie vor keine gesellschaftliche Anerkennung, so dass am liebsten gar nicht darüber gesprochen wird und wenn, dann leise und hinter vorgehaltener Hand. Dabei bringen sich etwa 11 von 100.000 Menschen selbst um, die Rate ist also nicht verschwindend gering.

Was passiert mit der Lebensversicherung bei Suizid?

Genau genommen ist ein Suizid hinsichtlich der Versicherung eine Art Versicherungsbetrug. Nicht selten kommt es vor, dass (meist Männer / Väter) Menschen sich umbringen, damit die Angehörigen die Geldsumme ausgezahlt bekommen, um davon leben zu können. Viele Lebensversicherungstarife schließen daher den Selbstmord als Auszahlungsziel aus. Diese Versicherungen versichern zwar das Leben einer Person, schließen jedoch bewusst die Möglichkeit eines Suizides, und damit einer Auszahlung, aus.

In diesem Fall haben die Hinterbliebenen nichts von der Lebensversicherung.

Was schließe ich für eine Lebensversicherung ab?

Wenn die Person noch nie Selbstmordgedanken hatte und seelisch stabil scheint, ist es unerheblich, ob der Selbstmord mit versichert wurde. Bei psychisch kranken Menschen, die zu Depressionen, selbstverletzendem Verhalten oder auch zu Selbstmordgedanken neigen, wäre es für die Angehörigen besser, wenn der Suizid in der Lebensversicherung mit abgedeckt wird.

Ein düsteres Thema, dem sich jedoch weder die Gesellschaft, noch die Versicherungen verschließen können, da es immer wieder vorkommt und leider ein Teil des Lebens mit vielen Menschen ist.

Denken Sie also gründlich nach, ehe Sie Ihre Lebensversicherung abschließen!

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