Der Ausbruch einer neuen Finanzkrise – tatsächlich potenzielle Realität?

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Seit bereits längerer Zeit lässt sich bei den allermeisten Finanzmärkten überall auf dem Globus ein anhaltender Bullenmarkt beobachten, welcher 2018 gewisse Erschütterungen erleiden muss. Diejenigen, die bereits seit geraumer Zeit ein Ende des Aufstiegs projizieren, witterten ihre Chance – vermehrt kommt es nun immer wieder zu Meldungen rundum das potenzielle Ende des Aufschwungs. Doch, was steckt tatsächlich dahinter?

Bulls & Bears

Grundsätzlich muss festgehalten werden, dass sich in Hinsicht unserer Finanzmärkte die sogenannten bullischen sowie bärischen Strukturen stets abwechseln. Mit einem Hand-in-Hand-Spiel sorgen sie seit Beginn der Aufzeichnungen dafür, dass ein gewisses Gleichgewicht der Gemüter herrscht. Nicht zuletzt kann es jedoch immer wieder dazu kommen, dass eine der beiden Seiten kurzzeitig die Oberhand gewinnt, ehe die jeweils kontrahierende Partei zum Vergeltungsschlag ausholt – so war es immer und so wird es auch zukünftig ablaufen.

Es kommen Befürchtungen auf, dass nun gar eine jahrelange Rezession ausbrechen könnte, während eine neue Finanzkrise ausbrechen würde, die in ihrem Ausmaß wohl der Krise gleichkäme, die Ende 1929 ihren Lauf nahm – ein potenzielles Desaster der Neuzeit.

Existieren Anhaltspunkte?

Ganz ohne Gründe wird eine solche Behauptung natürlich nicht derartig viel nach außen vermittelt. Im Westen sehen wir einen amerikanischen Präsidenten, der vor allem dafür bekannt geworden ist, Streitigkeiten aufzubauen und folglich wirtschaftliche Beziehung infrage zu stellen, während Klimawandel und mittelfristige Ergebnisse seiner angepriesenen Steuerreform außen vor bleiben.

Im Süden von Amerika sehen wir verschiedene rechte Regierungen, die die Oberhand gewinnen und den Protektionismus auf einen neuen Level heben möchten.
In Europa sorgen weiterhin schuldenmäßig angeschlagene Staaten mitunter für Atemaussetzer. Allen voran Italien sorgte erst vor Kurzem mit neuen prekären geplanten Vorgehensweisen – auch hier eine rechte Regierungsspitze.

Letztendlich lassen sich zahlreiche Gründe verblüffend rasch recherchieren, warum im Grunde jetzt der ideale Zeitpunkt für einen Start der neuen Weltwirtschaftskrise sein würde.

Crash der Finanzmärkte?

Mit einem preislichen Rückgang von rund 10 % allein in 2018 bezeichnen bereits einige Trader und Experten beispielsweise die Situation des DAX als Crash. Schließlich sind derartige Abfälle in solch kurzer Zeit mehr als ungewohnt.

Gleichzeitig sollte stets beachtet werden, dass nach einem lang anhaltenden Bullenmarkt eine größere Gegenbewegung der Bären mehr als eindeutig erscheint. Aufgrund dessen kann zumindest niemand behaupten, dass er oder sie überrascht sei über einen derartigen Verlauf der Finanzmärkte, welche sich im Großen und Ganzen preislich sowie zeitlich ähnlich verhalten.

Vorbereitung ist das entscheidende Stichwort der Stunde

Generell in jeder Lebenssituation schadet es nie, sich zumindest stückweise auf eventuelle Ausgänge des zu erlebenden Moments vorzubereiten. Das gleiche gilt ebenso, wenn das eigene Geld auf einer Bank liegen oder vielleicht auf einem Depot in Form von Wertpapieren. Vorbereitung im Sinne der Bewahrung mentaler Ruhe ist entscheidend für den Verlauf einer potenziellen aufkommenden Rezession.

Diejenigen, die tatsächlich bereits davon ausgehen, dass ein solches Ereignis eintreten wird und vielleicht sogar bereits erste Vorkehrungen getroffen haben, werden weitaus weniger auf den falschen Fuß erwischt werden, als es bei vielen anderen der Fall sein würde.

Realistisch an die Sache herantreten – das Fazit

Letztendlich ist es entscheidend, dass Sie als potenziell Betroffener stets realistisch an die möglichen Gegebenheiten herangehen. Zum einen ergibt es kaum Sinn, sich voll und ganz auf den totalen Ausfall des Systems zu konzentrieren, was ebenfalls für etliche schlaflose Nächte sorgen könnte. Zum anderen sollten Sie nicht blind in die Zukunft treten.

Wichtig ist vor allem das eigene Geld stets unter Kontrolle zu haben. Vermeidbare Schulden sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht gefährlicher als vor zwei Jahren – sie sind immer noch vermeidbar.

Verhalten Sie sich nicht verschwenderisch mit Ihrem Geld und bleiben Sie rational bei allen wichtigen Entscheidungen. Auch heute gilt in Bezug auf das eigene Geld: möglichst geringer Mitteleinsatz in Verbindung mit der potenziell höchsten Zielerreichung.

Bild: Bigstockphoto.com / digitalista

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