Immobilienfinanzierung – welche Versicherungen benötigen künftige Immobilienbesitzer?

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Viele Kreditnehmer stellen sich die Frage, welche Versicherungen sie benötigen, wenn sie einen Immobilienkredit abschließen und sich den Traum der eigenen vier Wände erfüllen.

Versicherungen für eine Eigentumswohnung mit Finanzierung

Wer sich eine Eigentumswohnung mit Bankkredit finanziert, hat es etwas einfacher als Besitzer eines frei stehenden Hauses. Eine der wichtigsten Versicherungen für die Finanzierung ist eine sogenannte Lebensversicherung, oft auch Risikoversicherung genannt. Dabei handelt es sich lediglich um das Abdecken des aushaftenden Kreditbetrages bei Ableben des Kreditnehmers. Dadurch ist nicht nur sichergestellt, dass die finanzierende Bank zu ihrem Geld kommt, sondern, und das zählt noch mehr, die Hinterbliebenen abgesichert sind. Viele Banken bestehen auf eine solche Absicherung bei einer Kreditvergabe.

Weiters unverzichtbar ist die Hausratsversicherung. Sie deckt alle Schäden ab, die innerhalb der Wohnung auftreten. Eine solche Police kostet in der Regel nur wenige Euro pro Monat und schützt bei Wasserschäden, Einbrüchen oder anderen Schäden, die an der Einrichtung anfallen. Die günstigsten Anbieter für Ihre Anforderungen finden Sie am besten über Finanz- und Versicherungsvergleiche im Internet.

Versicherungen für Hausbesitzer

Wer ein Haus kauft oder baut und dieses finanziert, sollte sich zusätzlich noch um eine Gebäudeversicherung kümmern. Diese schließt nun auch Schäden ein, die am Gebäude selbst und im Gartenbereich entstehen. Hier gilt sich besonders zu informieren, wenn man in Gegenden wohnt, in denen es vermehrt zu Umweltkatastrophen kommt. Dazu zählen in Deutschland vor allem Hochwasser und teilweise Stürme.

Weiterer Schutz vor Einkommensausfall

Neben dem Schutz vor Schäden am Gebäude gibt es noch Policen, die den Kreditnehmer vor mangelndem Einkommen schützen sollen. Eine der wichtigsten ist dabei eine Arbeitslosigkeitsversicherung. Diese kommt, wie der Name schon sagt, zur Anwendung wenn der Kreditnehmer arbeitslos wird und daher plötzlich ein geringeres Einkommen hat. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie eine solche Versicherung abgeschlossen werden kann. Für Darlehensnehmer, die eine Immobilie finanzieren, empfiehlt es sich, die Höhe so auszulegen, dass die vollständige Differenz zum jetzigen Einkommen gewährleistet ist.

Noch größere Tragweite kann eine dauerhafte Berufsunfähigkeit haben. Diese kann durch Unfall oder Krankheit eintreten. Gesetzlich gibt es zwar Renten für diesen Fall, diese beinhalten aber nicht die gesamte Höhe des vorherigen Einkommens. Im Schnitt sind etwa 50-60% abgesichert. Dies genügt meist nicht, um die Rate der Immobilie dauerhaft zu bezahlen. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann vor diesem Risiko schützen.

Das Risiko des Zinsanstiegs

Baufinanzierungen und Immobilienkredite werden üblicherweise für sehr lange Zeiträume abgeschlossen. Es ist sehr schwer vorhersehbar wie sich die derzeit sehr niedrige Zinslage in den nächsten 30 Jahren entwickeln wird. Daher kann es für viele Kreditnehmer wichtig sein, eine entsprechende Absicherung gegen steigende Zinsen vorzunehmen. Dies gilt umso mehr, wenn die Rate einen hohen Anteil des Einkommens ausmacht.

Grundsätzlich gibt es dazu drei Möglichkeiten:

  • Absicherung mit Zinscap (Wertpapier, das bei Zinsdifferenzen Geld ausschüttet)
  • Immobilienkredit mit Fixzinsvereinbarung
  • Bauspardarlehen mit Zinsobergrenze

Welche Variante die beste ist, muss von Fall zu Fall individuell entschieden werden. Ein Zinscap ist aber mit Sicherheit ein Produkt, dass gerade in den jetzigen Zinsphasen sehr günstig zu erwerben ist und im Ernstfall den kompletten Zinsanstieg ausgleichen kann.

Weitere Informationen zum Immobilienkredit gibt es unter: www.geld-boerse.at/wie-funktioniert-ein-immobilienkredit/.

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